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2. Saisonsieg der 1. Herren

Die 1. Herren gewinnen ihr 2. Saisonspiel beim ersten Doppelspieltag in dieser Saison (Spiel 1. Damen und 1. Herren hintereinander).

Nach einem zähen Kampf stand am Ende ein hart umkämpftes 77:76 auf der Anzeigetafel.

Zum Spielverlauf:

Das erste Viertel startete ausgeglichen und wir konnten uns nach 6 Minuten eine 10:6 Führung erarbeiten. Leider fiel danach nicht mehr viel und Walddörfer startete einen 11:0 Lauf, den Thorben in letzter Sekunde mit 2 erfolgreichen Punkten konterte. 1. Viertel 12:17

Im zweiten Viertel konnten wir uns wieder heran kämpfen und nach 2 erfolgreichen Dreiern von Titus und Sasa sogar 22:21 in Führung gehen. Beide Teams schenkten sich zu der Zeit nichts, besonders die Defense stand gut und so ging eine sehr punktearme Halbzeit mit 27:31 an den WSV. Die zweite Halbzeit begann wie die erste aufgehört hatte, wir fanden wenig Mittel gegen die wechselnde Verteidigung der Walddörfer, sie wenig Mittel gegen unsere Mann-Mann Defense. Jedoch scorten unsere Gegner konsequenter und fanden die Missmatches, sodass sie ab der  26. Minute beim Stand von 40:42 einen 14:0 Lauf aufs Parkett legten. Wir erlaubten zu viele Fastbreaks und dribbelten zu lange, so dass die Passwege gut geschlossen werden konnten und der WSV einfache Punkte machte. Im Lowpost vernaschte uns der gegnerische Center Florian Heit zu oft und scorte einfach über uns rüber. Wiederum war es Thorben zum Ende des dritten Viertel der sich ein Herz nahm und den letzten Korb zum 42:56 erzielte.

Was wir zu dem Zeitpunkt nicht ahnten, es sollte der Auftakt zu einem 14:0 Lauf unsererseits sein. Endlich brachten wir in der Offense den Ball in die Zone und trafen auch unsere 3 Punkte Würfe (allein 5 im 4. Viertel).  Das erste Mal seit langer Zeit gingen wir mit 59:58 in Führung. Nach einem tollen Pass aus dem Doppelteam von Thorben zu Daniel und einem erfolgreichen Dreier von Sasa, waren wir mit 64:60 in Führung. Dieser 4 Punkte Abstand wurde zum 71:67 beibehalten, doch 2 einfach Turnover brachten WSV wieder zum Ausgleich. 71:71! Zwei Punkte durch einen Haken durch Daniel 73:71. Leonard Fink (Topscorer der Liga mit durchschnittlich 24,5 Punkten) wusste jedoch sein Missmatch auszunutzen und glich aus 73:73. Dreißig Sekunden vor dem Ende Stand es 73:73. Nach vielen hin und her lag der Ball bei Jens der die Führung bei noch 17 Sekunden wiederherstellte.75:73.

Der WSV vertraute seinem Topscorer wieder, doch dieses Mal wurde er geblockt und die anschließenden Freiwürfe verwandelt: 77:73.

Was jetzt geschah war unglaublich, WSV dirbbelt nach vorne, Tobias Streif wirft einen Floater von der 3 Punktelinie: drin! Noch 0,9 Sekunden, Einwurf BGW zu Daniel, der den Ball einfach nach vorne wirft, das Horn ertönt, alle Jubeln, doch es war das Horn zur Auszeit. Die Uhr wurde anschließend auf 2 Sekunden korrigiert. Einwurf Vorfeld BGW  -Turnover – Ausball bei 0,1 Sekunden WSV wirft ein, ein Pfiff ertönt!
Spiel vorbei?
Nein!
Foul?!
JA!

In der Zeit, beim 3 Punktewurf? Die Schieris beraten sich und kommen zu dem Schluss, dass das Spiel doch vorbei ist, da die Zeit abgelaufen ist!!!

Alle von BGW jubeln und liegen sich in den Armen! Ein Hart erkämpfter Sieg, der noch enorm wichtig sein kann, denn wir liegen zur Zeit mit nur 2 Siegen auf dem Vorletzten Tabellenplatz.

Nächste Woche Samstag kommt das letzte Spiel der Hinrunde in Bargteheide, dort müssen wir gewinnen, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze nicht zu verlieren!

Champions League Förster gewinnen in nicht-englischer Woche

Für die Kraftförster stand in dieser Woche ein ungewöhnliches Spiel auf dem Programm, denn es ging unter der Woche um Punkte! Das Team von Grün-Weiß Eimsbüttel hat sich traditionell einen ganz besonderen Heimvorteil ausgedacht, sie tragen nämlich ihre Heimspiele zur besten Feierabend- und Internationaler-Fußball-Zeit dienstags um 20.15 Uhr aus!

Auf unsere Kaderstärke hatte das relativ geringen Einfluss. Terminbedingt gab es zwar die eine oder andere Absage, Coach Mannix konnte aber trotzdem auf 10 Spielförster bauen. Wir wunderten uns noch kurz über das rechtzeitige und koordinierte Aufwärmen (vergleiche den vorhergehenden Spielbericht) und gingen so ins Spiel gegen den Tabellenvorletzten, gegen den wir im Hinspiel den höchsten Saisonsieg einfahren konnten.

Der Start ins Spiel war allerdings mäßig. Besonders in der Verteidigung sah es eher nach Sofa als nach Defensive Stance aus, was den Eimsbüttelern im ersten Viertel viele einfache Punkte ohne nennenswerte Gegenwehr erlaubte. Andererseits war auch deren Zonenverteidigung nicht besonders sattelfest, sodass wir nach 10 Minuten nur mit 16:20 hinten lagen.

Auch das zweite Viertel verlief ziemlich ausgeglichen. Die Förster zeigten nun auch am eigenen Korb etwas mehr Einsatz, Eimsbüttel verzeichnete jedoch weiter eine recht hohe Trefferquote bei teils schwierigen Würfen. In der Offensive brachte für uns besonders Fawad einen echten Schub. Er und seine tödliche linke Hand waren in der Zone und von der Freiwurflinie kaum zu stoppen – 9 seiner insgesamt 20 Punkte netzte er in diesem Viertel ein. Das führte zu einer knappen Pausenführung von 40:38 für uns.

Coach Mannix wies in der Halbzeit dezent auf die relativ offensichtlichen Verbesserungspotentiale (Verteidigung!) hin und ordnete das Einstreuen einer 3-2-Zonenverteidigung an. Dies schien zu fruchten: Nach der Pause gelang es durch einen 10:2-Lauf, die Führung zweistellig zu gestalten. Diese wurde bis zum Ende des dritten Viertels gehalten (60:50).

Getreu nach dem Buschmann’schen Motto (das mit der Ente) drehten wir im Schlussviertel nochmal auf. Mike (mit Steals) und BJ (mit Blocks – alles Ball, nie Kopf) sorgten für einige Ballgewinne, die in einfache Punkte umgemünzt wurden. So konnte der Vorsprung noch auf den Endstand von 89:70 ausgebaut werden. Im Nachhinein hat uns eigentlich allen die Europapokal-Spielzeit ganz gut gefallen, der ein oder andere war sich sicher, noch nie an einem Dienstag verloren zu haben! Da wir am Wochenende nicht spielen, kann der Erfolg auch entsprechend gemütlich ausgekostet werden…

Neueste Erkenntnisse aus der Sporttheorie von den 2. Herren

Hamburg – Eidelstedt.
Sportwissenschaftler aus aller Welt sind irritiert. Denn im Madison Dörpsgarden sind im Februar 2019 Erkenntnisse aufgetaucht, die allgemein gültige Gesetze der Trainigs- bzw. Spielvorbereitungstheorie auf den Kopf stellen.

Vereinzelt spricht man schon von einer Sensation. In Fachkreisen scheint sich der Begriff der Försteriadischen Eröffnung durchzusetzen.

Doch was war passiert?
Bisher ist man grundsätzlich in jeder Sportart davon ausgegangen, dass eine konzentrierte, vernünftige Vorbereitung auf einen Wettkampf das A und O sind, um diesen überhaupt erfolgreich gestalten zu können.
Doch an diesem Wochenende veränderten die Kraftförster gleich absurd viele Parameter, um von einem Zufall sprechen zu können.

Faktor 1: Stehen insgesamt rund 16 spielfähige Förster auf dem Meldebogen, entschieden sich nur 50 % zur Teilnahme am Spiel.

Faktor 2: Bereits Stunden vor dem Spiel war klar, dass der Schrank mit den Anschreibeutensilien nicht einfach offen sein würde. Statt auf das Spiel richtete sich fortan die Konzentration auf das Öffnen der entsprechenden Schranktür. Was dann irgendwann auch geklappt hat.

Faktor 3: Nicht ganz unwichtig! Ein entsprechend motivierter Gegner – gegen den auch die Förster definitv nicht einfach so verlieren wollen. Diesmal Elmshooaan. Die hatten uns im Hinspiel böse erwischt. Da wollten die Förste auf jeden Fall Revanche nehmen.

Faktor 4: Pünktliches Erscheinen in der Halle? Scheint komplett egal. Rund 50 Minuten vor dem Spiel machten sich 12 Elmshorner konzenriert warm, schossen sich ein und stretchten sich pflichtbewusst. Rund 45 Minuten vor dem Spiel haben immerhin zwei Förster schon mal auf den Korb geworfen, zwei weitere banden sich schon die Schuhe.

Faktor 5: Ganzheitliche Vorbereitung wird überbewertet. Um kurz nach 17 Uhr (Anpfiff: 17.30 Uhr) viel Maddin dann auf, dass er die Spielerpässe zu Hause hat liegen lassen. Was dazu führte, dass aus den inzwischen 7 anwesenden Förstern wieder 6 wurden.

Faktor 6: Der Teamgedanke scheint wiederum aber auch bei kompletter Planlosigkeit wichtig zu sein. Eben noch schadenfreudig machte sich dann 10 Minuten später auch Neuzugang Chrille auf den Weg, um wiederum seinen Spielerpass auch von zu Hause zu holen. Immerhin ist kurz vorher der Coach gekommen, so dass wieder 6 plus Trainer in der Halle waren.

Faktor 7: Offensichtlich scheint es viel wichtiger zu sein, rund 10 Minuten vor Spielbeginn das Tempo nahezu auf Null zu drosseln, anstatt die Muskeln nochmal richtig in Schwung zu bringen. Die Förster jedenfalls entschieden sich hier für eine gute Mischung aus „unmotiviert einen Ball auf den Korb werfen“ und „einfach mal auf der Bank abhängen.“ Nachdem also rund alle Grundregeln der vernünftigen Vorbereitung ad absurdum geführt wurden, waren dann pünktlich zum Spielbeginn alle Förster da. Es konnte losgehen.
Und wie!
Es ging direkt ab, wie die Feuerwehr. Was auch an Neuzugang und Feuerwehrmann Chrille aka Jonny gelegen haben mag. 25 Punkte im ersten Viertel, davon 4 Dreier zeigten den Elmshornern, wo der Frosch die Locken hat.
Vermutlich mussten die aber nach so viel Einsatz vor dem Spiel erstmal ausruhen.
Hätten wir nicht gleich 8 Freiwürfe (von 13) daneben gesetzt, hätte es noch deutlicher ausfallen können. Da Elmshorn aber wiederum zwischen Minute 3 und 10 nur 2 Freiwürfe verwandeln konnte, reichte es für eine – spielentscheidende – komfortable 17-Punkte-Führung.
Dieser liefen die Gäste dann auch das komplette Spiel – vergeblich – hinterher. Weitere 5 Dreier im zweiten Viertel ließen nichts anbrennen.
Was auch gut war, denn in der zweiten Hälfte nahm auch die Anzahl der Spielförster immer weiter ab.

Zunächst verabschiedete sich Kreutzer mit seinem zweiten unsportlichen Foul bereits im 3. Viertel.
Im letzten Viertel waren 4 weitere Förster mit 4 Fouls belastet.
Der fleißige Mathematiker erkennt an dieser Stelle ein gewissen Risiko. Da aber nur zwei Förster mit 5 Fouls das Feld verlassen mussten, blieben noch 5 Förster bis zum Schluss auf dem Feld – und konnten eine äußerst starke Teamleistung in den sicheren Hafen fahren.

Da wiederum nach ähnlich schlechter Freiwurfquote im 3. Viertel im letzten immerhin 11 von 14 verwandelt werden konnten und gleichzeitig Elmshorn immer noch kein Mittel gegen unsere starke Zonenverteidigung gefunden hat, blieb der Vorsprung auch am Ende bei rund 15 Punkten.

Endergebnis: Förster vs. Elmshoan – 79:63

Kurzum: Erste Profimannschaften haben bereits überlegt, das Konzept der wirren Vorbereitung zu übernehmen. Wir werden den Feldversuch weiter begleiten und werden berichten…

Eine Rose ist eine Rose und Gesetz bleibt (vorerst) Gesetz.

Ottemsem vs. Förster: 76:62

Es war alles angerichtet für unser Gastspiel bei der SC Ottensen, gegen die der Aufgalopp in die Saison im heimischen Dörpsgarden mit 68:55 siegreich gestaltet werden konnte.

Das Rematch stand an einem frühen Sonntag Abend, schon seit Generationen von Förstern die beliebteste Zeit für körperliche Ertüchtigung, in den Räumlichkeiten des Wirtschaftsgymnasium St. Pauli an. Was könnte also näher liegen, als bei dieser Gelegenheit gemeinhin (voreilig?) als zutreffend unterstellte wirtschaftliche Prinzipien auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen: beispielsweise das Minimax-Prinzip nach Abraham Wald. Laut „wikipedia“ hilft das Minimax-Prinzip dabei, Pläne und Ziele umzusetzen, namentlich dadurch, dass das sicher zu erzielende Resultat im Hinblick auf den hierfür erforderlichen Einsatz optimiert wird (das MINImum wird MAXImiert!). Wer kann da schon widerstehen?

Der Versuchsaufbau war in personeller Hinsicht schon vorgeschrieben (auszugsweise): ein Jungförster hatte durch den Einsatz neumodischer Beinkleider eine Knochenhautentzündung erlitten, ein anderer hatte sich am letzten Spieltag bei einem Blockversuch eine Handverletzung zugezogen (unter Einsatz von Sprungkraft! wie verantwortungslos kann man eigentlich mit seinem Körper umgehen?!), da wollte Fawad sich nicht lumpen lassen und knickte in der letzten Aktion des Abschlusstrainings konsequent um (gute Besserung an alle Angeschlagenen). Voller wissenschaftlichem Tatendrang tauchten sodann immerhin 8 Kraftförster in kurzen Beinkleidern zum Experiment auf.

Zunächst galt es, die positiv inspirierenden Worte des in den Versuchsablauf nicht eingeweihten Herrn Drainers Mannix geflissentlich zu ignorieren, schließlich ist Wissenschaft kein Kasperletheater. Das gelang auch mit den Förstern innewohnender Souveränität, lagen wir doch nach 8 Minuten bereits mit 9 Punkten hinten. Es war beinahe angsteinflössend, mit welcher Akribie sich alle Förster an das Skript hielten! Ganz Gallien? äääh… Alle Förster? Nun ja, wenn es um Wissenschaft geht, muss sich natürlich ein Doktor in den Mittelpunkt spielen, und Lars alias Dr. Kühne tat genau dies in perfider Art. Nicht nur torpedierte Dr. Kühne von Anfang an das gemeinschaftliche Ziel, mit minimalem Einsatz den Sieg einzufahren, indem er bereits 7 Punkte im ersten Viertel einfuhr (am Ende waren es 19, in Worten: „leckomio“), nein, es fanden auch sieben von acht Versuchen von der Freiwurflinie den Weg durch die Reuse (okay, über die Art und Weise reden wir dann nochmals!). Tumulte konnte er nur dadurch verhindern, indem er (viel zu spät) sein fünftes Foul einheimste.

Wohltuend und erfrischend dagegen, wie geschlossen der Rest der Försterschaft agierte. Folglich wurden die ersten beiden Viertel mit jeweils 6 Punkten abgeschenkt (30:42 zur Halbzeit). Eine kurze Irritation kam auf, als im dritten Viertel Simon und Christoph mit 6 bzw. 5 schnellen Punkten antäuschten, zu Dr. Kühne aufschließen zu wollen, aber auch dieses Viertel (22:18) änderte nichts an den Grundfesten dieses Abends, das gesetzte Ziel wurde mit 62:76 verpasst (kann bitte irgendwer bei wikipedia eintragen, dass das minimax-Prinzip eher weniger hilfreich ist bei der Umsetzung von Plänen und Zielen?!).

Woran hat es also gelegen? Mit minimalem Input (nur drei Dreier im gesamten Spiel getroffen; 6 von 12 Freiwürfen (exkl. Dr. Kühe) – ein Fall für Bertl!!) den maximalen Output zu erreichen, trotz klinischer Bedingungen jedenfalls nicht an diesem Abend! Wir einigten uns in der Nachbesprechung darauf, dass die Temperatur im Versuchslabor viel zu hoch eingestellt war… der Temperaturjoker ist damit weg. Die nächsten Gegner können sich freuen.

Trainerwechsel und Saisonstart bei den 1. Herren

Die BG Hamburg-West hat sich von 1.Herren-Trainer Leo Mosley getrennt. Der 2016 als Nachfolger für Carsten Heinichen engagierte Coach kann auf zwei sportlich erfolgreiche Saisons in der 2. Regionalliga Nord zurückblicken. Nach dem 4. Tabellenplatz in der Saison 2016/2017 wurde mit dem breiten und tiefen Kader der 1. Herren in der vergangenen Spielzeit knapp das Aufstiegsrecht in die 1. Regionalliga verpasst. Als Tabellenzweiter musste man sich nur dem Meister vom Eimsbütteler TV geschlagen geben. Continue reading